{"id":501,"date":"2017-09-11T14:37:36","date_gmt":"2017-09-11T14:37:36","guid":{"rendered":"http:\/\/dia-cvet.eu\/?page_id=501"},"modified":"2020-10-23T13:10:50","modified_gmt":"2020-10-23T11:10:50","slug":"startseite","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/dia-cvet.eu\/de\/","title":{"rendered":"Das Projekt"},"content":{"rendered":"<p style=\"border-bottom: 2px solid #045FB4; padding-bottom: 12px;\">\u201cEine der nachhaltigsten Arten des Lernens ist das Lernen durch Erfahrung.\u201d<\/p>\n<p>In vielen L\u00e4ndern wie in Rum\u00e4nien (RO) oder Portugal (PT) wird die berufliche Aus- und Weiterbildung (VET) als zweite Wahl betrachtet; als ein Bildungsweg f\u00fcr diejenigen, die es nicht geschafft haben, einen Zugang zur h\u00f6heren, universit\u00e4ren, Bildung (HE) zu erreichen. Einer der Hauptgr\u00fcnde f\u00fcr dieses eher schlechte Image der Berufsbildung ist, dass sie oft als &#8222;Sackgasse&#8220; betrachtet werden muss; wenn man einmal einen &#8222;Blue Collar&#8220;-Job angefangen hat, gibt es keine oder nur wenige Optionen f\u00fcr Karrierem\u00f6glichkeiten durch berufliche Weiterbildung (CVET). Daher sind T\u00e4tigkeiten in anspruchsvolleren Handlungsfeldern der Unternehmen wie die Arbeit in den Abteilungen \u201eQualit\u00e4tssicherung (QS)\u201c, dem \u201eDesign\u201c oder der \u201eProduktionsplanung\u201c Kollegen mit einem Bildungshintergrund aus dem Hochschulbereich vorbehalten.<\/p>\n<p>Aber selbst in L\u00e4ndern mit etablierten Weiterbildungsprogrammen wie Deutschland (DE), wo die Qualifikationen eines Industrie- oder Handwerksmeisters oder Technikers landesweit anerkannt sind und ein sehr gutes Image haben, ist der akademische Drift offensichtlich. Ein beunruhigender Indikator f\u00fcr unsere Branche (industrielle Schuhproduktion) ist: In den letzten zwei Jahren konnten die deutschlandweit einzigen Industriemeisterkurse f\u00fcr diesen Beruf (IHK Pfalz) nicht durchgef\u00fchrt werden \u2013 da sich nicht gen\u00fcgend Teilnehmer (bundesweit nur sechs ben\u00f6tigt!) beworben haben.<\/p>\n<p>Die St\u00e4rkung der beruflichen Weiterbildung ist somit ein entscheidendes Element zur Steigerung der Attraktivit\u00e4t der Berufsbildung und zur Nachwuchskr\u00e4ftegewinnung. Zielgruppe sind Kolleginnen und Kollegen, die sich bereits \u00fcber die berufliche Erstausbildung im Bereich der industriellen Schuhfertigung qualifiziert haben.<\/p>\n<p>Die Partner des Projekts &#8222;Entwicklung innovativer und attraktiver Weiterbildungsprogramme in der industriellen Schuhproduktion&#8220; (DIA-CVET) haben 10 Handlungsfelder der industriellen Schuhproduktion wie &#8222;betriebliche Organisation&#8220; oder &#8222;Materialien der Schuhfertigung&#8220; ausgew\u00e4hlt, in denen autonome Arbeit \u00fcber die Kompetenzen von Facharbeitern hinausgeht (bezugnehmend auf Facharbeit auf dem Niveau 3 oder 4 des Europ\u00e4ischen Qualifikationsrahmens (EQR)). Unser Ziel ist es, f\u00fcr jedes dieser Handlungsfelder umfassende Kurse auf europ\u00e4ischer Ebene zu entwickeln, zu pilotieren und zu implementieren; verf\u00fcgbar in Englisch (EN) sowie in DE, RO und PT. Es ist nicht unser Ziel, ein einheitliches europ\u00e4isches Weiterbildungsprofil (etwa einen &#8222;EU-Industriemeister&#8220;) zu entwickeln, da wir das Subsidiarit\u00e4tsprinzip im Bildungsbereich respektieren und uns der unterschiedlichen Voraussetzungen und Bed\u00fcrfnisse bez\u00fcglich der Qualifikationen in unseren drei L\u00e4ndern bewusst sind.<\/p>\n<p>Die Pilotierung unserer Kurse ist als &#8222;Machbarkeitsstudie&#8220; vorgesehen, unmittelbare Teilnehmer werden 10 Facharbeiter aus der Schuhindustrie sein. Durch Begleitma\u00dfnahmen wie einen &#8222;Beirat&#8220; (AB), Workshops und anderes zielen wir darauf ab, Delegierte aller relevanten Interessengruppen (Unternehmen, Gewerkschaften, Kammern, zust\u00e4ndige Stellen, Ausbildungszentren, Netzwerke) aus dem Sektor in unseren drei L\u00e4ndern zu erreichen und einzubeziehen.<\/p>\n<p>Das Projekt hat jedoch einen weiteren Horizont; es zielt auch auf Transparenz bez\u00fcglich der Inhalte der Weiterbildungsangebote innerhalb des Schuhsektors f\u00fcr alle Beteiligten, insbesondere Sozialpartner, Unternehmen und Beh\u00f6rden. Die Anerkennung von Lernergebnissen (LO) eines anderen Lernortes oder das Vertrauen in Berufsqualifikationen aus einem anderen Land sind leider noch keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit. Die Projektpartner hat im Vorg\u00e4ngerprojekt ICSAS (vgl. http:\/\/icsas-project.eu\/wpcontent\/uploads\/2020\/04\/06_SQF-Table_EN.pdf) erfolgreich einen Sektorqualifikationsrahmen f\u00fcr die industrielle Schuhfertigung auf den Niveaus 2-4 entwickelt. Folglich ist die Entwicklung eines sektoralen Qualifikationsrahmens f\u00fcr die Ebenen 5-7 ein weiteres wichtiges Ziel des vorgeschlagenen Projekts DIA-CVET. Bestehende oder entwickelte nationale Weiterbildungsqualifikationen in DE, RO und PT werden in diesem Rahmen referenziert und er wird f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Einordnung von Profile anderer L\u00e4nder diesen auch nach der Projektlaufzeit zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n<p>Im Hinblick auf die langfristige Wirkung bzw. Nachhaltigkeit zielen wir zus\u00e4tzlich darauf ab, duale Weiterbildungslehrg\u00e4nge f\u00fcr Industrielle Schuhfertiger im rum\u00e4nischen und portugiesischen Berufsbildungssystem zu implementieren (wie es bei der dualen Berufsausbildung w\u00e4hrend ICSAS erfolgreich geschehen ist) \u2013 und die Wiederbelebung des Industriemeisterlehrgangs in Deutschland zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<div id=\"attachment_311\" style=\"width: 1798px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-311\" class=\"wp-image-311 size-full\" src=\"http:\/\/dia-cvet.eu\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Band.jpg\" alt=\"\" width=\"1788\" height=\"346\" srcset=\"https:\/\/dia-cvet.eu\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Band.jpg 1788w, https:\/\/dia-cvet.eu\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Band-300x58.jpg 300w, https:\/\/dia-cvet.eu\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Band-768x149.jpg 768w, https:\/\/dia-cvet.eu\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Band-1024x198.jpg 1024w, https:\/\/dia-cvet.eu\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Band-624x121.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 1788px) 100vw, 1788px\" \/><p id=\"caption-attachment-311\" class=\"wp-caption-text\"><span lang=\"de\">Mit freundlicher Genehmigung von ISC und INESCOP; Copyright ISC und INESCOP<\/span><\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201cEine der nachhaltigsten Arten des Lernens ist das Lernen durch Erfahrung.\u201d In vielen L\u00e4ndern wie in Rum\u00e4nien (RO) oder Portugal (PT) wird die berufliche Aus- und Weiterbildung (VET) als zweite Wahl betrachtet; als ein Bildungsweg f\u00fcr diejenigen, die es nicht geschafft haben, einen Zugang zur h\u00f6heren, universit\u00e4ren, Bildung (HE) zu erreichen. 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